Wollin-Friedefeld

17328 Penkun

OT Wollin-Friedefeld

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Die Kirche und ihre Geschichte

Unter den 5 Kirchtürmen des Pfarrsprengels Penkun, die unsere Ärztin Frau Rothe neu entworfen hat, befindet sich auch der Kirchturm von Wollin, der uns auf eine ganz besondere Kirche hinweist. Erwähnt wird sie erstmalig in einer Urkunde von 1261. Danach gehörte die Wolliner Kirche zur St. Petri Kirche in Stettin. Vielleicht erklärt diese uralte Verbindung zur Herzogskirche ihre baulichen Besonderheiten: Der Ostgiebel ist mit 2 Blendnischen und einer Rosette (kreisrunde Öffnung, jetzt zugemauert) verziert. Die Nordseite hatte einen Eingang, durch den die Särge auf dem der Kirche umgebenden Friedhof getragen wurden. Der Haupteingang war früher das Westportal im Turm, das ebenso wie alle Wände der Kirche aus sorgfältig behauenen Granitsteinen mit 3 Bögen gearbeitet worden ist. Der jetzige Zugang in das Kirchenschiff war die frühere Priesterpforte (immer wie die Hochzeitspforte auf der Südseite gelegen). In der Kirche befindet sich zwischen dem Altarraum und dem Langhaus ein für unsere Kirchen seltener Spitzbogen (Triumphbogen), der in früheren Jahrhunderten, wie wir erst jetzt entdecken konnten, eine Triumphkreuzgruppe (Maria und Johannes unter dem Kreuz) getragen hat wie in der Dorfkirche von Gustow (s. Foto). Dass alle unsere mittelalterlichen Kirchen zugleich auch für die Dorfbewohner Zufluchtsorte in Gefahren waren, das können wir in der Wollin er Kirche an den noch vorhandenen Balkenriegellöchern im Turmeingang sehen. 1692 wird für die Kirche ein Turm gebaut. Die älteste Glocke ist 1680 in Stettin gegossen worden und eine zweitgrößere Glocke hängt seit 1982 wieder auf dem Turm. Der besonders wert- volle Schmuck der Kirche ist der barocke Altar von 1692 mit 3 auf Holz bemalten Bildern (Abendmahl, Jesus im Gar ten Gethsemane und seine Grablegung). Aus der Zeit um 1700 stammt die Taufschale aus Messing, die der Kirchengemeinde als Fundstück von der Flucht 1945 aus Friedefeld zugetragen worden ist (vorher hatten Gänse daraus gefressen). 1990/91 ist der Kirchturm völlig erneuert und die gesamte Außen- fläche neu verfugt worden. Daran haben Männer der Kirchengemeinde Wollin-Friedefeld und die ersten Kirchen-ABM-Gruppen mitgearbeitet. Dank einer großzügigen Spende von Gerhard Glasenapp (Berlin) könnte die Kirche 1997 innen ausgemalt weiden. Im Baubericht, der am 19.11.1990 mit Zeitungen und alten und neuen Münzen in die restaurierte und vergoldete Kugel gelegt worden ist, heißt es zum Abschluss:

„Möge das Kreuz über der Weltkugel auf diesem Turm vielen Menschen in Wollin und Friedefeld in dieser Umbruchsituation und allen, die noch geboren werden, ein unübersehbarer Wegweiser sein zum Glauben an die alles überwindende Kraft Gottes, zum Frieden untereinander und mit der Natur und zu einem gegenseitigen Mittragen aller Lasten. Jesus Christus ruft uns und euch, die ihr dieses in die Hände bekommt, zu:

 

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker und taufet sie. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!" Mt.28,20

Kichenglocke

und ihre Geschichte

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l .Erwähnung einer Glocke in Wollin 1662 im Kirchenrechnungsbuch von Wollin:Roggen verkauft für eine neue Mittel-

Glocke aus Stettin, da die alte Mittelglocke "im preußischen Brand zerschmolzen". 2-mal ist die Kirche abgebrannt im schwedisch-pommerschen Erbfolgekrieg. Trotzdem 1680 neue Glocke in Stettin gießen lassen mit folgender Inschrift: Zu Gottes Ehren ist

diese Glocke teils von den Wollinschen Kirchenmitteln, teils durch Beisteuer gutherziger Leute gegossen im Jahr  als Patronus war Heinrich von der Osten, Designatus Pastor Johannes Camerarius, Jürgen Asmus   und Hans Stegmann Vorsteher (Kirchenälteste)-Lorentz Kökeritz goss mich Anno 1680.

 

1692 Kirchturm erbaut

1697 Guss einer 2.Glocke mit Inschrift: Honor et Gloria soli deo Anno

1697 ist diese Glocke Gott zu Ehren der Kirchen und Gemeinde in Wollin zur Zierde gegossen worden, Joh. Caerarius,

Pastor - Joachim Asmus, Schulz - Paul Zimmermann und Jakob Lubahn, Vorsteher, - Hr. Heinrich von Ostern, Patronus,

gegossen von Johann Jakob Mangold, Stettin. Diese Glocke wurde im 1. Weltkrieg eingeschmolzen.

Auf Anregung des damaligen Ortspastors beschließen der GKR und Beirat Wollin am 19.9.1979 nach Befragungen in der Gemeinde die Anschaffung einer neuen Glocke für den leeren Platz im Glockenstuhl:    ' Gewicht: 540 kg Durchmesser: 96 cm Ton: gis Inschrift (unter Bezug auf die verloren gegangene Glocke): Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden (Lukas 2,14)

Kosten: ca. 8500.00 DM

Die Finanzierung wurde allein durch Spenden aus der Gemeinde und einiger auswärtiger ehemaliger Wolliner ermöglicht.

In der Zeit vom 10.l.1980- 1.9.1982 kamen 7763.10 Mark zusammen.

Eine elektrische Läutanlage wurde montiert, finanziert von Freunden der Kirchengemeinde Wollin: Gerhard Glasenapp

(Berlin) Familie Ückermann (Nachfahren eines ehemaligen Pastors in Wollin, jetzt in Bayern) Partnergemeinde Lübeck.

9.8.1982 Antransport der Glocke und ihre Fahrt auf einem LKW durch Wollin und Friedefeld unter dem Geläut der alten Glocke und Montage durch die Glocken- gussfirma Schilling in Apolda (siehe Foto in der Bilderausstellung), Elektroinstallation durch die Firma Kautz, Penkun (dafür musste eine Starkstromanschluss angelegt werden) Einbau der neuen Schalluken (gebaut in

der landeskirchlichen Werkstatt in Neuenkirchen, durch den Tischler Meier aus Penkun

5.9.1982 Feierliche Einweihung der Glocke im Festgottesdienst zum 50-jährigen Siedlerjubiläum in der Wolliner Kirche

durch Probst Haberecht (mit ca. 180 Teilnehmern und einer Kollekte für die Glocke von 1607,80 M) und anschließende

Kaffeetafel im Pfarrgarten mit dem Sommersdorfer Posaunenchor, eingerahmt von einer kirchlichen Woche

mit verschiedenen